- 1. Schloss Neuschwanstein und Füssen
- 2. Die Zugspitze – Deutschlands höchster Gipfel
- 3. Salzburg, Österreich – Mozarts Stadt
- 4. Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau
- 5. Die bayerischen Seen – Starnberger See und Ammersee
- 6. Berchtesgaden und der Königssee
- 7. Innsbruck, Österreich – Alpenhauptstadt
- 8. Rothenburg ob der Tauber
- Praktische Tipps für Tagesausflüge ab München
- Deutsche Redewendungen für Tagesausflüge
- Zusammenfassung
Münchens Lage ist einer seiner größten Vorteile als Ausgangspunkt für Reisen. Innerhalb von zwei Stunden mit dem Regionalzug erreichen Sie in jeder Richtung die Bayerischen Alpen, das österreichische Salzburg, mittelalterliche Städte mit Stadtmauern, märchenhafte Schlösser, unberührte Alpenseen und eine der ergreifendsten Holocaust-Gedenkstätten Deutschlands. Nur wenige europäische Städte bieten eine solche Vielfalt an Tagesausflügen, und fast keine zu dem Preis des Deutschlandtickets.
Dieser Reiseführer stellt die besten Tagesausflüge ab München für australische Besucher vor – was die einzelnen Ausflüge bieten, wie viel Zeit man einplanen sollte, wie man ohne Auto dorthin gelangt und was man vor der Reise wissen sollte.
1. Schloss Neuschwanstein und Füssen
Reisezeit: 2 Stunden mit dem Regionalzug. Ideal für: Das Märchenschloss, das südliche Ende der Romantischen Straße, die Alpenausläufer.
Schloss Neuschwanstein ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands – mit über 1,5 Millionen Besuchern jährlich. Das Schloss, das Disney zu Dornröschen inspirierte, thront auf einem Felsen über dem Dorf Hohenschwangau bei Füssen, hinter dem sich die Bayerischen Alpen erheben. Die Kombination aus authentischer Alpenlandschaft und außergewöhnlicher Architektur des 19. Jahrhunderts ergibt ein Erlebnis, das Fotos nicht annähernd wiedergeben können.
König Ludwig II.: Der Kontext ist von enormer Bedeutung. Ludwig II. war Bayerns letzter wirklich unabhängiger König, bevor die deutsche Einigung Bayern in das Deutsche Reich eingliederte. Exzentrisch, künstlerisch begabt, tief von Wagners Opern beeinflusst und schließlich wegen geistiger Unfähigkeit zum Regieren abgesetzt, investierte Ludwig II. sein Vermögen in drei Schlösser, von denen Neuschwanstein das prächtigste und am wenigsten fertiggestellte war. Er lebte dort 172 Tage, bevor er 1886 unter mysteriösen Umständen im Starnberger See ertrank.
Praktischer Besuch:
- Tickets können Sie online unter schloesser.bayern.de buchen – im Sommer 3–4 Wochen im Voraus, im Frühling und Herbst 2 Wochen.
- Die erste Einlasszeit (9 Uhr) bietet die kürzesten Warteschlangen und das beste Morgenlicht.
- Der Innenraum ist nur im Rahmen einer Führung (50 Minuten) zugänglich – die Anfahrt und das Äußere sind gleichermaßen spektakulär.
- Spazieren Sie zur Marienbrücke, um das berühmte Postkartenmotiv zu machen – 15 Minuten vom Schloss entfernt, ab 10 Uhr ist es dort sehr voll.
Schloss Hohenschwangau: Ludwig II.s Elternhaus, unterhalb von Neuschwanstein. Kleiner, weniger imposant, aber dennoch ein wichtiger Bezugspunkt. Tickets für beide Schlösser erhalten Sie im Ticketzentrum im Dorf.
Füssen: Die kleine Stadt am Ende der Romantischen Straße ist 2-3 Stunden Erkundung wert – die mittelalterliche Altstadt, das Hohe Schloss und das Kloster St. Mang verdienen mehr Aufmerksamkeit als nur die Schlosstouristen.
Praktisch: Regionalzug von München Hauptbahnhof nach Füssen (2 Stunden, Umstieg in Kaufbeuren oder Buchloe). Kostenübernahme durch Deutschlandticket. Bus vom Bahnhof Füssen zu den Schlössern (10 Minuten). Planen Sie einen ganzen Tag ein.
2. Die Zugspitze – Deutschlands höchster Gipfel
Fahrzeit: 1,5 Stunden nach Garmisch-Partenkirchen. Ideal für: Berglandschaft, Höhenlage, das einzigartige Erlebnis, auf Deutschlands Dach zu stehen.
Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze (2.962 Meter), ist von München aus im Rahmen eines Tagesausflugs erreichbar – ein Beweis für Münchens außergewöhnliche geografische Lage. Vom Garmisch-Partenkirchener Tal bis zum Gipfel der Zugspitze benötigt man mit der Zahnradbahn (Zugspitzbahn) etwa 1,5 Stunden oder mit der Seilbahn vom Eibsee aus 10 Minuten.
Die Zugspitzbahn: Eine Zahnradbahn, die sich in einem durch massives Gestein gesprengten Tunnel durch den Berg schlängelt und an der Gletscherstation nahe des Gipfels wieder ans Licht kommt. Sie zählt zu den außergewöhnlichsten Gebirgsbahnen Europas. Die Fahrt durch die Dunkelheit und das anschließende plötzliche Auftauchen in das blendende Alpenlicht sind ein dramatisches Erlebnis.
Die Eibsee-Seilbahn: In nur 10 Minuten geht es vom türkisblauen Eibsee hinauf zum Gipfel. Der See selbst – mit der S-Bahn von Garmisch aus erreichbar – zählt zu den schönsten Seen Bayerns und ist von Wald umgeben, in dessen Oberfläche sich die Zugspitze spiegelt.
Auf dem Gipfel: Die internationale Grenze zu Österreich verläuft direkt über den Gipfel (für den Grenzübertritt sind keine Dokumente erforderlich). An klaren Tagen reicht das Panorama bis in die Schweiz, nach Österreich und Italien. An der Nordwand befindet sich noch ein kleiner, aber schnell zurückweichender Gletscher. Die Infrastruktur auf dem Gipfel ist umfangreich: Restaurants, eine Aussichtsplattform sowie die Bergstation der Zahnradbahn und der Seilbahn.
Praktisch: Regionalzug von München nach Garmisch-Partenkirchen (1,5 Stunden, im Deutschlandticket enthalten). Anschließend mit der Zugspitzbahn zum Gipfel (ca. 70 € Hin- und Rückfahrt, nicht im Deutschlandticket enthalten). Alternativ: Eibsee-Seilbahn (gleicher Preis). Klares Wetter ist entscheidend – unbedingt vor der Buchung die Wettervorhersage prüfen.
3. Salzburg, Österreich – Mozarts Stadt
Reisezeit: 1,5 Stunden mit dem ICE oder 2 Stunden mit dem Regionalzug. Ideal für: Barockarchitektur, Mozart, „The Sound of Music“, Alpenlandschaft.
Salzburg gehört zwar streng genommen zu Österreich, liegt aber so nah an München und lässt sich so gut mit einem München-Besuch verbinden, dass die meisten Australier, die die Stadt besuchen, sie als Tagesausflug nach München betrachten. Salzburg erstreckt sich beidseitig der Salzach und wird von der Festung Hohensalzburg im oberen Bereich und der barocken Altstadt im unteren Bereich dominiert – ein UNESCO-Weltkulturerbe von überwältigender Schönheit.
Sehenswürdigkeiten: Festung Hohensalzburg: Die 1077 erbaute Bergfestung ist von überall in der Stadt aus sichtbar. Man erreicht sie bequem mit der Seilbahn oder über einen Fußweg. Der Ausblick von den Zinnen über die Stadt, den Fluss und die Alpen zählt zu den schönsten in Mitteleuropa.
Mozarts Geburtshaus: Die Wohnung in der Getreidegasse, in der Mozart 1756 geboren wurde, ist heute ein Museum – mit Musikinstrumenten, Familienporträts und seiner Geige aus Kindertagen. Ein wahrhaft bewegender Ort für jeden Liebhaber klassischer Musik.
Die Getreidegasse: Die Haupteinkaufsstraße der Altstadt, berühmt für ihre schmiedeeisernen Zunftschilder, die über jedem Schaufenster hängen – eine der meistfotografierten Straßen Österreichs.
Schloss Mirabell und seine Gärten: Das barocke Schloss mit seinen formalen Gärten diente als Kulisse für den Film „The Sound of Music“. Der Eintritt in die Gärten ist frei, und die Brunnenterrasse zählt zu den schönsten öffentlichen Plätzen Mitteleuropas.
„The Sound of Music“: Salzburg ist der Schauplatz der wahren Geschichte der Familie von Trapp. Führungen finden täglich statt. Ob man nun Fan ist oder nicht, die kulturelle Bedeutung des Films und Salzburgs Verbindung dazu sind ein authentisches Stück zeitgenössischer Kulturgeschichte.
Währung: Österreich verwendet den Euro – genau wie Deutschland. Ein Währungsumtausch ist nicht erforderlich.
Praktisch: ICE vom Münchner Hauptbahnhof nach Salzburg (1,5 Stunden, ICE-Zuschlag erforderlich – erhältlich unter bahn.de). Regionalzug (2 Stunden, im Deutschlandticket enthalten). Planen Sie einen ganzen Tag ein. Österreichische Museen und viele Sehenswürdigkeiten akzeptieren Mastercard und Visa – weniger bargeldabhängig als in vielen deutschen Städten.
4. Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau
Fahrzeit: 45 Minuten mit der S-Bahn. Ideal für: Holocaust-Geschichte, Verständnis des NS-Systems, der wichtigste Tagesausflug für historische Einblicke.
Dachau war das erste nationalsozialistische Konzentrationslager und wurde im März 1933 eröffnet – zwei Monate nachdem Hitler Reichskanzler geworden war. Es diente als Vorbild für das gesamte Konzentrationslagersystem und als Ausbildungsstätte für SS-Angehörige. Über 200.000 Menschen waren hier inhaftiert; mindestens 41.500 starben.
Im Gegensatz zu Auschwitz (in Polen, wofür eine mehrtägige Anreise erforderlich ist) ist Dachau nur 45 Minuten vom Münchner Hauptbahnhof entfernt – was es zur am besten erreichbaren großen Konzentrationslager-Gedenkstätte für Besucher aus München macht.
Besuch: Der Eintritt zur Gedenkstätte Dachau (KZ-Gedenkstätte ) ist frei. Das Hauptmuseum im ehemaligen Wartungsgebäude dokumentiert die Geschichte des Lagers, das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager und die persönlichen Erlebnisse der Häftlinge. Planen Sie für einen umfassenden Besuch mindestens 3–4 Stunden ein.
Der ursprüngliche Appellplatz , die rekonstruierten Baracken, die Krematorien und die Gedenkkapelle sind zugänglich. Zwei Originalbaracken sind erhalten; die Umrisse der übrigen 32 sind im Boden markiert – insgesamt 34 Baracken für ein Lager, das für 6.000 Personen ausgelegt war, 1945 aber letztendlich über 30.000 beherbergte.
Warum dies insbesondere für Australier von Bedeutung ist: Australiens geografische Entfernung zu Europa führt dazu, dass der Holocaust für viele Australier vor allem eine abstrakte historische Vorstellung ist – etwas, das in der Schule gelernt, aber nie physisch erlebt wurde. Dachau macht ihn greifbar. Die Nähe zu München – einer schönen, wohlhabenden, ganz normalen deutschen Stadt, nur 30 Minuten entfernt – und die Unscheinbarkeit des umliegenden Vororts tragen dazu bei, dass der Besuch so erschütternd und bedeutsam ist.
Anreise: S2 vom Münchner Hauptbahnhof nach Dachau (25 Minuten), dann Bus 726 zur Gedenkstätte (10 Minuten). Im Deutschlandticket enthalten. Audioguides sind verfügbar. Ein Besuch an einem Wochentagmorgen wird empfohlen, da dann weniger Besucher unterwegs sind.
5. Die bayerischen Seen – Starnberger See und Ammersee
Reisezeit: 30–45 Minuten mit der S-Bahn. Ideal für: Schwimmen, Radfahren, Dörfer am See, Einblicke in die Wochenendaktivitäten der Münchner.
An warmen Sommertagen strömen die Münchner zu den Seen. Der Starnberger See und der Ammersee sind die beiden nächstgelegenen – in 30–45 Minuten mit der S-Bahn erreichbar, mit hervorragenden Radwegen entlang ihrer Ufer, klarem Wasser zum Schwimmen und charmanten Dörfern am Seeufer.
Der Starnberger See ist Bayerns viertgrößter See, 21 Kilometer lang, mit den Alpen im Süden. Die S-Bahnlinie S6 fährt nach Starnberg (30 Minuten von München). Von dort aus kann man auf den Uferwiesen schwimmen, am Ostufer entlang nach Berg radeln – wo König Ludwig II. 1886 ertrank; ein kleines Gedenkkreuz im Wasser erinnert an ihn – und weiter nach Seeshaupt an der Südspitze des Sees mit den Alpen im Hintergrund fahren.
Ammersee: Etwas weiter entfernt (45 Minuten mit der S5), kleiner und wohl schöner. Die Dörfer Diessen und Andechs am Westufer sind die Höhepunkte. Diessen besticht durch die prächtige barocke Stiftskirche Mariä Himmelfahrt direkt am Seeufer, erbaut in den 1730er Jahren. In Andechs thront das berühmte Kloster Andechs auf einem Hügel über dem See – ein Benediktinerkloster, das seit 1455 exzellentes Bier braut und über einen Biergarten mit Blick auf den Ammersee verfügt. Ein wahrer Genuss der Einfachheit Bayerns.
Praktisch: Mit der S6 nach Starnberg (30 Minuten) oder mit der S5 nach Herrsching/Ammersee (45 Minuten). Beide Strecken sind im Deutschlandticket enthalten. Fahrräder können am Seeufer gemietet werden. Baden in den öffentlichen Badebereichen ist kostenlos. Planen Sie einen ganzen Sommertag ein.
6. Berchtesgaden und der Königssee
Reisezeit: 2,5 Stunden mit dem Regionalzug. Ideal für: Deutschlands schönsten See, das Kehlsteinhaus (Adlerhorst), dramatische Alpenlandschaft.
Berchtesgaden ist Münchens spektakulärster Tagesausflug – der längste, aber wohl auch der lohnendste für australische Besucher, die eine authentische Alpenlandschaft mit bedeutender Geschichte des Zweiten Weltkriegs verbinden möchten. Die Kombination aus dem Königssee (möglicherweise Deutschlands schönstem See) und dem geschichtsträchtigen Kehlsteinhaus macht Berchtesgaden zu einem einzigartigen Ort in ganz Deutschland.
Der Königssee: Ein 7,7 Kilometer langer, von Gletschern geformter See, allseitig umgeben von über 2.000 Meter hohen Bergen. Motorboote sind nicht erlaubt – nur die offiziellen Elektrofähren verkehren, was für absolute Ruhe und kristallklares Wasser sorgt. Die Überfahrt nach St. Bartholomä (einer Kapelle mit roter Kuppel auf einer kleinen Halbinsel, eines der meistfotografierten Motive Bayerns) dauert 25 Minuten. Weiter geht es nach Salet, wo Sie eine kurze Wanderung zum Obersee unternehmen können – einem zweiten See mit einem tosenden Wasserfall.
Das Kehlsteinhaus : 1939 anlässlich Hitlers 50. Geburtstag auf 1.834 Metern Höhe erbaut – erreichbar über eine eigens angelegte Straße und einen durch 124 Meter Fels gehauenen Aufzugsschacht. Heute beherbergt es ein Restaurant und eine Gedenkstätte. Das Dokumentationszentrum am Fuße des Berges bietet umfassende Einblicke in die Geschichte des Ortes.
Praktisch: Regionalzug vom Münchner Hauptbahnhof nach Berchtesgaden (2,5 Stunden, Umstieg in Freilassing oder Salzburg). Im Deutschlandticket enthalten. Bus vom Bahnhof Berchtesgaden zum Königssee. Planen Sie einen ganzen Tag ein – die Anreise lohnt sich für das, was Sie dort erwartet.
7. Innsbruck, Österreich – Alpenhauptstadt
Reisezeit: 1,5 Stunden mit dem ICE. Ideal für: Alpenstadt, Habsburger Geschichte, Bergbahnen direkt von der Stadt aus, Skiatmosphäre.
Innsbruck ist die Alpenhauptstadt Österreichs – eine kompakte Barockstadt in einem imposanten Talkessel, aus dem sich im Norden das Karwendelgebirge direkt erhebt. Anders als Salzburg (das an die Alpen angrenzt) liegt Innsbruck tatsächlich in den Bergen: Seilbahnen fahren vom Stadtzentrum hinauf zu Gipfeln über 2.000 Metern, und Skifahren ist direkt von der Stadt aus möglich.
Das Goldene Dachl: Das gotische Erkerfenster mit 2.657 vergoldeten Kupferziegeln, das Kaiser Maximilian I. im Jahr 1500 in Auftrag gab, ist das Wahrzeichen Innsbrucks und das markanteste Schmuckstück der Habsburgermonarchie. Das Museum im Inneren dokumentiert Maximilians Leben und Wirken.
Die Hofburg: Innsbrucks Kaiserpalast – die höfische Residenz der Habsburger, die eine der schönsten Sammlungen kaiserlicher Appartements Österreichs, die riesige Porträtgalerie der Habsburger Familie Maria Theresia und einen Rokoko-Dekorationsreichtum beherbergt, der typisch österreichisch ist.
Die Nordkettenbahn: Vom Stadtzentrum aus bringt Sie eine Seilbahn in etwa 30 Minuten von 574 Metern (Stadtniveau) auf 2.256 Meter (Hafelekar-Gipfel). Im Sommer erwarten Sie Wanderungen, im Winter Skifahren und Panoramablicke über das gesamte Inntal bis nach Bayern. Eines der am einfachsten erreichbaren Höhenerlebnisse in den Alpen, das von jeder Stadt aus zugänglich ist.
Praktisch: ICE vom Münchner Hauptbahnhof nach Innsbruck (1,5 Stunden, ICE-Zuschlag erforderlich). Alternativ Regionalzug (2,5 Stunden, im Deutschlandticket enthalten). Währung: Euro. Österreichische Museen und Sehenswürdigkeiten – die meisten akzeptieren Kartenzahlung.
8. Rothenburg ob der Tauber
Reisezeit: 2,5 Stunden mit dem Regionalzug. Ideal für: Die am besten erhaltene mittelalterliche Stadtmauer Deutschlands, die Romantische Straße.
Rothenburg, das bereits ausführlich im Reiseführer „Romantische Straße“ beschrieben wurde, verdient hier besondere Erwähnung, da die Zugverbindung von München aus einen lohnenden Tagesausflug für Münchner ermöglicht. Die mittelalterliche Stadtmauer, die seit dem 17. Jahrhundert weitgehend unveränderte Altstadt und das Plönlein (der meistfotografierte Platz Deutschlands) machen Rothenburg zu einem einzigartigen Reiseziel auf der bayerischen Tagesausflugsroute.
Praktisch: Regionalzug von München nach Rothenburg (2,5 Stunden, Umstieg in Ansbach). Im Deutschlandticket enthalten. Eine frühe Abfahrt (vor 8 Uhr) ermöglicht es Ihnen, die Stadt am Morgen für sich zu haben, bevor die Tagesausflügler eintreffen. Planen Sie einen ganzen Tag ein.
Praktische Tipps für Tagesausflüge ab München
Das Deutschlandticket deckt die meisten dieser Fahrten ab. Ausnahmen sind: Neuschwanstein (im Ticketpreis enthalten, aber nur mit Regionalzug erreichbar – keine zusätzlichen Kosten), Zugspitzgipfel (Regionalzug nach Garmisch im Ticketpreis enthalten, für die Zugspitzbahn-Gipfelfahrt ist ein separates Ticket erforderlich, ca. 70 €), ICE nach Salzburg und Innsbruck (Zuschlag erforderlich auf bahn.de).
Buchen Sie Ihre Schloss- und Burgtickets frühzeitig. Besonders Schloss Neuschwanstein ist im Sommer oft schon Wochen im Voraus ausverkauft. Auch die Zugspitzbahn und die Zahnradbahn haben begrenzte Kapazitäten – mit einer Online-Buchung vermeiden Sie eine vergebliche Reise.
Starten Sie früh. Verlassen Sie München vor 8 Uhr morgens, um jedes Ziel optimal zu erleben. Wenn Sie ankommen, hat der größte Touristenandrang noch nicht eingesetzt. Sie kehren entspannt am frühen Abend zurück.
Informieren Sie sich über das Wetter für Ihre Bergtouren. Bei Bewölkung sind die Zugspitze und Berchtesgaden nicht empfehlenswert. Wettervorhersagen für Bayern finden Sie auf wetter.de – prüfen Sie die Informationen 48 Stunden im Voraus und passen Sie Ihre Pläne entsprechend an.
Deutsche Redewendungen für Tagesausflüge
Wann fährt der nächste Zug nach Füssen? — Wann fährt der nächste Zug nach Füssen? Gibt es noch Karten für Neuschwanstein? — Gibt es noch Karten für Neuschwanstein? Wie lange dauert die Fahrt mit der Zugspitzbahn? — Wie lange dauert die Fahrt mit der Zugspitzbahn? Ist das mit dem Deutschlandticket abgedeckt? — Ist dies durch das Deutschlandticket abgedeckt? Wo kann ich schwimmen? — Wo kann ich schwimmen? Wann fährt das letzte Schiff zurück? — Wann kommt das letzte Boot zurück? Das Wetter ist heute ideal. — Das Wetter ist heute ideal. Wo ist die nächste Bushaltestelle? - Wo ist die nächste Bushaltestelle?
Zusammenfassung
Münchens Lage als Ausgangspunkt für Tagesausflüge ist in Deutschland unübertroffen – die Alpen, zwei österreichische Städte, märchenhafte Schlösser, unberührte Seen und die reiche Geschichte des 20. Jahrhunderts sind alle innerhalb von zwei Stunden erreichbar. Mit dem Deutschlandticket kosten die meisten dieser Ausflüge außer der Monatskarte nichts extra. Planen Sie für jeweils zwei bis drei Tage in München einen Tagesausflug ein, richten Sie Ihre Bergtouren nach dem Wetter und buchen Sie Ihre Schlosstickets, bevor Sie Australien verlassen.
Weiterführende Lektüre: München-Reiseführer für Australier | Bayerische Alpen-Reiseführer für Australier | Lebenshaltungskosten in München für Australier
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